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Geschichte
 
© 2016 Franz-Josef Karli
 26.6.2016 Geschichte der Informatik
  Versuche, das Rechnen zu mechanisieren, sind bis an die Anfänge der Mathematik zurück feststellbar. Sie scheiterten aber meist an der technischen Realisierbarkeit. Erst im späteren Mittelalter tauchten die ersten brauchbaren rechnerischen Hilfsapparate auf.
 ca 3000 aD

Bekannt sind nur Addition und Subtraktion. Multiplikation wird mittels fortgesetzter binärer Addition ausgeführt.

  Vor Christi Geburt wurde der ABAKUS als Rechenmaschine der Antike benutzt. Dieses Hilfsmittel wird bis in die heutige Zeit gebraucht. Dabei bedeutet die Stellung von Steinen, Perlen zum Mittelbalken eine Zahl. Mit dem Abakus kann man alle vier Grundrechenoperationen ausführen (+ - * /).
 ca. 800 Einführung der Zahl Null von der Arabern in Spanien
 1623

Geheimcode des Sir Francis Bacon
Sir Francis Bacon hat jedem Buchstaben des Alphabetes eine Kombination von insgesamt fünf „a“ und „b“ zugeordnet.


Was Sir Francis Bacon bei der Festlegung seines Codes vermutlich nicht realisierte, ist die Tatsache, dass er damit das erste Beispiel eines fünfstelligen Binärcodes beschrieb, ohne den die moderne Informatik undenkbar wäre. Binär heisst der Code deshalb, weil er nur zwei Symbole verwendet, a und b.

 1623 Willhelm Schickard erfand eine Maschine, die alle vier Grundrechenoperationen ausführen konnte. Addition und Subtraktion mit Hilfe von Zahnrädern, Multiplikation und Division nach dem Prinzip des Rechenschiebers.
 1642 Blaise Pascal stellte der Oeffentlichkeit eine Rechenmaschine vor, die addieren konnte. Eine Subtraktion wurde durch Komplementbildung und Addition ausgeführt.
 1672 Wilhelm Leibniz entwickelte eine Maschine, die alle vier Grundoperationen mit Hilfe von Staffelwalzen ausführen konnte. Sie war der Prototyp aller späteren Handrechenmaschinen. Leibniz gilt auch als Erfinder des Dual- oder Binaersystemes.
 1833 Charles Babbage entwarf Pläne für einen Rechenautomaten mit Speicher und externer Operationssteuerung. Diese Maschine (Analytical Engine) konnte beim damaligen Stand der Technik nicht realisiert werden.
 1886 Hermann Hollerith entwickelte eine Sortier- und Zählmaschine. Hollerith gilt als Begründer der modernen Lochkartentechnik. Er arbeitete 1880 - 1882 für die amerikanische Volkszählung (500 Helfer, 7 Jahre sortieren und zählen). Unter seiner Leitung folgten weitere Entwicklungen auf dem Gebiet Lochkarten - Technik (vor allem für statistische Auswertungen).
 1941 Konrad Zuse konstruierte den ersten elektromechanischen Rechenautomaten. Rechenwerk und Speicher wurden aus zweiwertigen Elementen (Relais) aufgebaut. Aus diesem Grunde mussten alle Zahlen und Operationsbefehle binär verschlüsselt werden. Zuse verwendete ein externes Programm, das auf einem alten 16 mm Film gelocht worden war.
 1944 Howard Aiken baute in den USA den ersten extern Programm - gesteuerten, elektromechanischen Rechenautomaten (Mark I).
 1945 Die Amerikaner Eckert und Mauchly stellten den ersten elektronischen Rechenautomaten her, indem sie die Relais durch Elektronenröhren ersetzten. Der Rechner hatte 18‘000 Röhren. Er brauchte für eine Multiplikation nur 2.8 msec.
 1948 John von Neumann formulierte das Konzept des speicherprogrammierten Automaten (Internes Programm). Er schuf damit den Prototyp des modernen Computers.
1. Computergeneration
 1955 Transistoren und Dioden lösten die Elektronenröhre ab.
2. Computergeneration
 1963 Erstmals wurden integrierte Schaltkreise mit relativ geringem Integrationsgrad eingebaut.
3. Computergeneration 
 1970 Kamen die ersten Mikroprozessoren auf den Markt. Die Mikroprozessoren sind in Prinzip Kleinst - Computer auf wenigen hochintegrierten Siliziumplättchen.
 1980 Tauchten die ersten Personal Computer auf.
Seither wuchs die Integrationsdichte, so dass es heute möglich ist, einen ganzen Mikrocomputer auf einem einzigen Siliziumplättchen herzustellen.